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Wasser als Bautenschutz



Möglicherweise ist Ihnen bei einem Spaziergang durch den Park um Schloss Wickrath das munter sprudelnde Objekt im Schlossgraben schon einmal aufgefallen. Es handelt sich dabei allerdings nicht um ein Wasserspiel oder Kunstobjekt, sondern um eine Wassereinleitung. Sie hat in erster Linie die Funktion, die Wasserflächen rund um Schloss Wickrath zu stützen.
Es müssen hier große Mengen Wasser zugeführt werden, um den Folgen der Grundwasserabsenkung durch den Braunkohlentagebau Garzweiler entgegenzuwirken. Vor allem sollen bergbaubedingte Schäden - sogenannte Bergschäden - am Schloss vermieden werden.

Schloss Wickrath ist auf Grund seiner Bauweise auf stabile und hohe Grundwasserstände angewiesen. Die Holzpfähle, auf denen es gegründet ist, vertragen nur wenige Tage Trockenheit. Fallen diese historischen Holzfundamente zu lange trocken, siedeln sich Bakterien und Pilze an, die das Holz zerstören. Das Holz verliert seine tragenden Eigenschaften. Dadurch ist die Standsicherheit des Gebäudes gefährdet.

Die Fundamente des Schlosses mussten in der Vergangenheit bereits aufwändig restauriert werden. Die Wasserzuleitungen rund um das Schloss dienen dazu, weiteren Schäden vorzubeugen.

Bergschäden sind jedoch nicht nur an historischen Gebäuden wie Schloss Wickrath zu beobachten, sondern können auch z.B. an Straßen, Kanälen und Häusern auftreten. Abhängig von der Zusammensetzung der Böden, reagiert der Untergrund unterschiedlich auf den Grundwasserentzug. Es kann zu Setzungen und Schrumpfungen kommen. Die dadurch entstehenden Bewegungen der Erdoberfläche können an Bauwerken zu starken Schäden bis hin zur Baufälligkeit führen.

N 51° 07’ 36.2’’ E6° 25’ 03.2’’
32 U 319298 5667087



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Ansprechpartner
Walter Dobbek
Naturparkzentrum Wachtendonk
T +49 (0)2162/81709-432
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