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Rücksicht nehmen, wenn es eng wird



Naturpark bittet Radfahrer, Wanderer, Reiter und Hundehalter um Verständnis füreinander

„Raus in die Natur“ ist derzeit für besonders viele Menschen eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder Mountainbike, auf dem Pferderücken oder mit Hund – besonders die Premium-Wanderwege des Naturparks Schwalm-Nette werden derzeit stark frequentiert, weshalb es vermehrt zu kritischen Situationen kommen kann.
Öffentliche Wege in der freien Landschaft und im Wald sind grundsätzlich für alle nutzbar – so die Vorschrift des Landesnaturschutzgesetzes NRW. Allgemein gelten aber das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme und das Recht des Schwächeren. Für alle gilt, ausgewiesene Wege nicht zu verlassen und keinen Müll in die Landschaft zu werfen.
Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann bittet vor allem Mountainbike- und Radfahrer um besondere Vorsicht: "Bitte nehmen Sie besondere Rücksicht auf die Wanderer und benutzen Sie beim Überholen auch mal die Bremse." Gleichzeitig appelliert er an die Wanderer, die Mountainbiker nicht zum Feindbild zu machen. "Wer Radfahrern bewusst die Durchfahrt blockiert, um seinen Weg zu ’verteidigen’, handelt genauso unfair."
Knigge für Mountainbiker: >Trailknigge


Auch Reiter sollten besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen, genügend Abstand halten und langsam an Ihnen vorbei reiten. Anders herum sollten Fußgänger und vor allem auch Familien mit Kindern und Menschen mit Hunden darauf achten, die Pferde nicht zu erschrecken. Ärgerlich ist es auch besonders für Wanderer, wenn auf schmalen Pfaden der gesamte Weg von Pferdeäpfeln belegt und ein Umgehen unmöglich ist. Reiter sollten die Hinterlassenschaften ihrer Pferde also wenn möglich entfernen.
Weitere Informationen für Reiter im Kreis Viersen: >Kreis-Viersen.de/reiten


Für Hundehalter gilt in Natur- und Landschaftsschutzgebieten die Leinenpflicht. „Bitte achten Sie auch in Gebieten wo das Freilaufen der Hunde erlaubt ist darauf, dass sie keine Wildtiere aufscheuchen. Außerdem sollten an Wegen und Pfaden die Hinterlassenschaften der Hunde aufgesammelt werden, um anderen Wanderern keine unangenehme Situation zu bescheren“, bittet Michael Puschmann.
>„Mit dem Hund im Naturpark“


„Uns ist bewusst, dass sich die allermeisten Menschen rücksichtsvoll und vernünftig verhalten, trotzdem erreichen uns besonders dieser Tage viele Meldungen über Störungen durch Hundekot und schwierige Situationen mit Mountainbikern und vereinzelnt Reitern.“ Der Naturpark kann nur appellieren, gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Immer wieder werden Sperrungen und Barrieren gefordert. Sie sind aber aufgrund der Besitzverhältnisse nicht möglich. Das Gebiet des Naturparks ist auch zu klein, um zusätzliche, gesonderte Wege für Mountainbiker anzulegen.


Ebenfalls ein akutes Problem: Die Parkplatzsituation an einigen beliebten Wanderwegen. „Uns erreichen Meldungen über überfüllte Parkplätze und wild abgestellte Fahrzeuge an nicht gekennzeichneten Stellen. Das ist aus Naturschutzgründen verboten und auch gar nicht nötig, da Ausweichparkplätze meist nur 500 oder 1000 Meter entfernt sind“, betont Puschmann abschließend.


Da der Naturpark und seine vielzähligen Erholungsmöglichkeiten in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie für noch mehr Menschen an Bedeutung gewonnen haben, sind gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Mitmenschen unerlässlich, damit die Zeit in der Natur für alle ein positives Erlebnis bleibt.

Tipp: Eine tolle Alternative zu den Premium-Wanderwegen: A-Rundwanderwege im Naturpark Schwalm-Nette: >> Freizeit > Wandern > A-Rundwanderwege


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