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Lindenallee




Alleen sind von besonderer landschaftlicher Schönheit. Keine gleicht der anderen. An sonnigen Tagen spenden sie Schatten. In ihren Laubdächern bildet sich ein eigenes, feuchteres Kleinklima, wodurch sie zu Kleinbiotopen werden. Viele Tiere finden hier einen günstigen Lebensraum.

Generell dämpfen Alleebäume Straßenlärm. Sie wandeln mit Hilfe der Photosynthese Kohlendioxid (CO²) in Sauerstoff und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Alleebäume reinigen die Luft, indem sie Staub und Schadstoffe herausfiltern. Sie ziehen sich als grüne Bänder durch die Landschaft und erhöhen Vielfalt, Schönheit und Eigenart des Kulturlandschaftsbildes.

Neben anderen Laubbäumen wird die Winter-Linde, wie hier am Laerheider Weg in Wachtendonk, gerne zur Anlage von Alleen verwendet.
Die Winter-Linde ist ein sommergrüner Laubbaum mit einer Wuchshöhe von bis zu rund 30 m. Sie kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Ihre hochgewölbte Krone ist oft leicht unregelmäßig gestaltet. Die zunächst glatte und graue Rinde verfärbt sich mit zunehmendem Alter des Baumes braungrau und bildet flache Längsfurchen aus. Die Rinde der bräunlich-roten Zweige ist glatt. Die rund 5 cm breiten und 6 cm langen, gestielten Blätter sind wechselständig angeordnet. Ihr fast kreisrunder Umriss endet in einer sehr kurzen, schlanken Spitze und ist an der Basis herzförmig eingeschnitten. Der Blattrand ist regelmäßig gesägt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und glänzend, während die Unterseite blaugrün schimmert.

Die nektarreichen Blüten sind wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Nachtfalter. Bis zu 2,5 kg Honigertrag je Baum und Blühsaison sind möglich. Als krampfstillender, schleimlösender und schweißtreibender Teeaufguss werden die Blüten bei Erkältungskrankheiten eingesetzt.
Das Holz der Linde ist weich und lässt sich gut schneiden. Es eignet sich sowohl als Blind- und Füll- als auch als Schnitzholz. Lindenholz kommt daher bevorzugt in der Bildhauerei, der Schnitzerei und Drechslerei zum Einsatz. Berühmte Werke der Spätgotik wie z. B. von Tilman Riemenschneider wurden aus diesem Material geschnitzt. Daher wurde das Lindenholz auch Heiligenholz (Lignum sanctum) genannt.
Lindenbast (weiche Innenseite der Rinde) wurde bereits in der Steinzeit zur Herstellung geflochtener Gebrauchsgüter verwendet. Auch heute noch nutzt man ihn als Gärtnerbast und zum „Basteln“.



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